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Einblicke in syrische Bräuche

Die Regenbogenklasse der Volksschule Grafenwörth befindet sich in der Zielgeraden ihres ersten Jahres. Erlernen und Erleben füllten die Tage, in denen auch Freundschaften neu geschlossen und vertieft wurden.

Auch unsere beiden syrischen Kinder haben sich hervorragend in unserer Klasse eingelebt. Sie können mittlerweile gut Deutsch und haben im Laufe des Schuljahres viele Einblicke in unsere Kultur und unseren Brauchtum erhalten. Gemeinsame Geburtstagsfeiern, der Besuch des Nikolauses, die Vorbereitungen zum Weihnachtsfest oder etwa Ostereiersuchen im Schulgarten brachten den Kindern die österreichische Lebensweise näher.

Ein guter Zeitpunkt, um auch ihr Herkunftsland Syrien, das auf eine 5.000 Jahre alte Hochkultur zurückblicken kann, ein wenig kennenzulernen. Ihre Muttersprache, die arabische Schrift und Bräuche sowie die Esskultur bildeten Eckpunkte des „Syrischen Tages“ am 10. Juni in der Volksschule Grafenwörth.

Erzählungen der Mutter, der neuen österreichischen „Großeltern“ und von Jaber Maklad zeichneten uns ein Bild des Landes, der dortigen Lebenssituation aber auch der langen, gefährlichen Flucht. Gespannt lauschten die Kinder den Erzählungen und zeigten sich sehr interessiert.

Zu einem syrischen Kinderlied wurde anschließend geklatscht und auch ein wenig getanzt. Besonders spannend fanden die Kinder die arabische Schrift und Sprache. Es war gar nicht so einfach, arabische Wörter nachzusprechen! Dies machte deutlich, welche Leistung die syrischen Kinder durch das Erlernen der deutschen Sprache vollbracht hatten.

Eine Menge typischer syrischer Speisen wie Fladenbrot, Humus (Kichererbsenaufstrich), Fatajer (Käsetaschen), Sambusek (Fleischtaschen), Milchreis, Mamul (Dattelkekse) die von den syrischen Müttern und Jaber Maklad vorbereitet wurden, ließen sich alle schmecken.

Zum Abschluss probierten wir noch ein syrisches Kreisspiel.
Es war schön zu beobachten, mit welcher Offenheit und Neugierde die Kinder an diesen „syrischen Tag“ herangegangen sind.